Rode Podcaster

Rode PodcasterDas Røde Podcaster ist ein dynamisches USB-Mikrofon das – wie der Name schon andeutet – bevorzugt für die Verwendung als Sprechermikrofon konzipiert wurde. Die Sprachaufnahme ist eine Domäne die vorwiegend von Kondensatormikrofonen besetzt ist. Umso weniger wundert es, dass sich das Design des Røde Podcaster an einem der wenigen dynamischen Sprachmikrofonklassikern orientiert: Dem Electro-Voice RE20.

Dieses ist seit Jahrzehnten der de facto Standard in amerikanischen Radiostationen. Auch deutsche Podcaster und YouTuber setzen auf dieses Mikro, da es einfach zu benutzen ist und die Kombination aus dynamischer Bauweise und großer Membran für gute Aufnahmen im Homestudio sorgt. Ob das Røde Podcaster mit seinem nahezu dreimal teureren Vorbild mithalten kann, soll im Folgenden geklärt werden.

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Die Technik des Rode Podcaster

Rode Podcaster mit TischstativDer Hauptvorteil den das RE20 bei Sprachaufnahmen bietet ist der geringe Nahbesprechungseffekt. Dieser Effekt ist bei jedem Mikrofon zu beobachten das mit dem Druckgradientenempfänger-Prinzip arbeitet (einfach gesagt bei nahezu allen Mikros mit einer anderen Richtcharkteristik als Kugel). Dabei handelt es sich um eine hörbare Anhebung des Bassbereiches bei Verringerung des Abstandes zur Schallquelle. Bei Sprachaufnahmen bedeutet das, dass der Sprecher darauf achten sollte den gleichen Abstand zum Mikrofon einzuhalten.

Beim RE20 wird diesem Effekt durch zusätzliche Schalleintrittsöffnungen hinter der Membran entgegengewirkt. Die genaue Technik dahinter ist recht komplex. Beschränken wir uns also darauf, dass sie funktioniert. Das Røde Podcaster verfügt leider nicht über solche Öffnungen. Dem Nahbesprechungseffekt wird also zumindest auf diese Weise nicht entgegengewirkt. Trotzdem ist er auch beim Røde Podcaster verhältnismäßig gering ausgeprägt.

Rode Podcaster RückseiteDort wo im RE20 die Schallkanäle für das Aushebeln des Nahbesprechungseffektes sitzen ist im Røde Podcaster ein kleines USB-Interface verbaut. Die großen Dimensionen des Mikrofons sind also trotzdem berechtigt. Das Interface verfügt über einen Gain-Regler zum Einpegeln sowie eine Kopfhörerbuchse über die das Signal latenzfrei abgehört werden kann. Das ist erfreulich. Weniger erfreulich ist das Fehlen eines zuschaltbaren Low-Cuts und eines eventuellen Pads. Dabei handelt es sich nicht um sehr kostspielige Bauteile und besonders ersteres kann für Sprachaufnahmen sehr hilfreich sein. 

Auch bei den technischen Daten bleibt das Podcaster hinter dem RE20 zurück. Am deutlichen sticht hier der doch recht geringe Übertragungsbereich von 40hz bis 14khz hervor. Für Sprachaufnahmen sind das durchaus unbedenkliche Werte. Wer das Røde allerdings für Aufnahmen von Blech-Blasinstrumenten nutzen möchte (was eine weitere Standardanwendung des RE20 ist) wird vermutlich enttäuscht werden. Auch der geringe Grenzschalldruckpegel von 115dB kann hier zu Problemen führen.

Fazit zum Rode Podcaster

Rode Podcaster LieferumfangDas Røde Podcaster ist ein gutes Mikrofon, sofern es genau dafür eingesetzt wird wofür es vorgesehen ist: Bei Sprachaufnahmen macht es eine gute Figur. Zwar reicht sein Klang nicht ganz an den des optischen Vorbildes von Electro Voice heran, dennoch sind mit dem Røde sehr professionell klingende und rauscharme Sprachaufnahmen möglich. Will man das Mikrofon aber auch für andere Anwendungen nutzen gerät man schnell an die Grenzen.

Auch das praktische verbaute USB-Interface schränkt die Flexibilität stark ein, da ein betreiben mehrerer USB-Mikrofone gleichzeitig derzeit quasi nicht möglich ist und das Røde nicht über einen klassischen XLR-Ausgang verfügt. Wer also auf der Suche nach einem Mikrofon ist, das ausschließlich für Sprachaufnahmen verwendet werden soll und dabei den Platz für ein externes USB-Interface sparen möchte, kann hier relativ bedenkenlos zuschlagen. Alle anderen sind mit dem deutlich teureren Vorbild von Electro Voice oder einem der vielen Großmembran-Kondensatormikrofone jeweils in Kombination mit einem Audio-Interface besser bedient.

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Technische Daten

  • Membran-Durchmesser: 1 Zoll (2,54 mm)
  • Richtcharakteristik: Niere
  • USB Anschluss
  • Frequenzbreite: 40 Hz – 14 kHz
  • Grenzschalldruckpegel: 115 dB
  • Gewicht: 610 Gramm

Rode Podcaster

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Rode Podcaster
Eigentlich liegen Sprachaufnahmen im Homerecording Studio klar im Bereich von Kondensator-Mikros. Dank großer Membran bietet das Rode Podcaster jedoch tolle Aufnahmen und dabei muss kein zusätzliches Equipment mehr angeschafft werden.
9 Testergebnis
Ideal für Sprachaufnahmen

Eigentlich liegen Sprachaufnahmen im Homerecording Studio klar im Bereich von Kondensator-Mikros. Dank großer Membran bietet das Rode Podcaster jedoch tolle Aufnahmen und dabei muss kein zusätzliches Equipment mehr angeschafft werden.

Sound-Qualität
8.5
Verarbeitung
9
Technische Ausstattung
9.5
Preis/Leistungs-Verhältnis
9
Nutzerwertung: 4.9 (1 Stimmen)
Dieser dynamisches Mikrofon Test wurde veröffentlicht von: Dynamischesmikrofon.de
Dieser Testbericht wurde veröffentlicht am: 11.02.2016

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